Community Rack :)


#1

Dominic S. ist an mich herangetreten, weil er sich in Innsbruck ein Community Rack wünscht. Ich glaube dass es durchaus einige im Innsbrucker Umfeld geben könnte, die an so einem Projekt Interesse hätten.

Die Funkfeuer Initiative hat ja schon was schon in Wien einen Keller, in der sie Colocation anbieten. Siehe u.a. https://housing.funkfeuer.at/ (Wien), https://communityrack.org (Zürich)

Mögliche Anbieter bzw. Standorte gibt es mehrere, d.h. IKB, Hotze, A1, Tele2, etc. mit denen man grundsätzlich verhandeln könnte. Vielleicht hat jemand hier ja gute Kontakte? --> umso besser!

Geplante Organisation und Leistungen

  • Anmeldung als Verein
  • Gemeinsame Anmietung des Racks, und Pflege der Infrastruktur
  • Zur Verfüfungstellung von einzelnen HEs, Steckplätze für Raspberry PIs etc. zum Fixpreis für einen pauschalen Betrag inklusive Strom und Netzanbindung

Roadmap

  • Spread the word!
  • Ausloten wie viele zu welchen Konditionen mitmachen möchten
  • Erstes Treffen im IT-Syndikat
  • Zusammenstellung eines Core Teams
  • Verhandlung mit Hotze mit konkreten Anforderungen.

Was wir uns aushandeln müssen

  • Wie viele Personen sollen mindestens mitmachen, um das Projekt zu starten?
  • Wie viele Personen sollen mindestens ins Kernteam, die die Infrastruktur verwalten und welche Ansprüche haben wir an unsere Leistungen?
  • Wollen wir auch konkret Sponsoren suchen? (Tiroler IT Firmen, die es cool finden, dass wir eine Spielwiese zur Verfügung stellen) oder Förderungen ansuchen (Man kanns ja auch als Weiterbildungs- und Kulturarbeit ansehen)

P.S.: Dieser Eintrag ist ein Wiki, bitte editieren :slight_smile:


#2

Darf ich eine berechtigte Frage stellen? Was ist die Motivation dahinter? Verstehe den Sinn nicht ganz, wenn ich zB die Serverbörse von Hetzner damit vergleiche. Versuche es wirklich zu verstehen aber mir mangelt es an Vorstellungskraft welches Projekt solche Anforderungen stellen mag.


#3

Für mich würds auf die Aushandelbaren Konditionen drauf ankommen. Aktuell hab ich auch ned wirklich Bedarf an so einer Leistung

Prinzipielle Gründe:

  • Beacause we can
  • Spielwiese für verschiedene geschichten, wo Hetzner lustig drenschaun würd (BGP etc.)
  • Das Gerät würde in Innsbruck stehen
  • Eigene Geräte mit $komische Anforderung

Viele der Sachen lassen sich sicher auch anders realisieren.

  • BGP, Routingschweinereien mit http://dn42.net/
  • Server kann man auch wo anders hinstellen
  • Und es gibt reichlich Angebote von gut angebundenen Serverzentren, die auch Super konditionen und Hardware bieten.

Bin selbst gespannt wie viele Leute sich melden und mit welchen Wünschen. Ich bezweifle dass wir die kritische Masse zusammenbekommen, aber mal schauen.

@schallertd weiß da sicher mehr.


#4

Servus auch von mir!

Ich bzw. meine Firma ist bereits seit einigen Jahren ebenfalls Hetzner-Kunde und wir haben auch einige Dedi’s, praktisch den Großteil unserer eigenen und auch Kunden-Infrastruktur, aktuell u.a. bei Hetzner stehen. Das passt soweit auch ganz gut.

Bei einem Community-Rack steht vorallem eigene Hardware im Vordergrund, d.h. egal ob Server, alter Tower-PC, Raspberry PIs, sofern es im Rack irgendwie noch Platz hat - kein Problem. Community-Rack ist offen für jeden der Interesse hat, sofern keine rein-kommerziellen Geschichten darauf betrieben werden. Experimentelle Dinge und private Projekte, oder die private Owncloud, sind natürlich kein Problem. Näheres müsste man dann aber natürlich genauer in einem entsprechenden Community Agreement o.a. definieren.

Ein eigens Rack hat natürlich auch einige Vorteile: wie @konfusius schon geschrieben hat, bietet dies ganz andere Möglichkeiten wie z.B. eigenes BGP, Peerings, eigene v4/v6 Prefixes, für jedes Mietglied, was bei Anbietern wie Hetzner nicht oder nur gegen ordentlich Cash angeboten wird. Auch was den Betrieb z.B. Tor-Exit’s, VPNs und Proxies angeht, ist natürlich im eigenen Rack und mit eigenen IPs wesentlich unkomplizierter als bei einem großen Hoster.

Kostenmäßig bewegen wir uns da zwar schon bei ein paar hundert Euro im Monat, wobei vorallem der benötigte Strom und Traffic einen nicht unwesentlichen Kostenanteil ausmacht. Hierbei könnte man aber durchaus und im Rahmen eines Community-Racks mit mehreren ISPs und Anbietern über eine Flatrate verhandeln, um so einen guten Deal (eben unter den genannten Voraussetzungen, dh. keine kommerzielle Nutzung, uneingeschränkter Zugang für alle Interessierten, etc.) für die Community auszuverhandeln. Man könnte auch klein anfangen, z.B. mit einem 1/2 Rack und dann wachsen. Für die ganze Organisation bräuchten wir natürlich auch ein paar Sysops, die das ganze auf freiwilliger Basis betreuen. Optimal wäre hier natürlich auch jemand, der vielleicht sogar direkt bei einem der Anbieter arbeitet, und daher eine gewisse Affiliation mitbringt.

In Innsbruck wird die kritische Masse aber wohl leider nur schwierig zu finden sein. Wie erwähnt gibts so Initiativen in Wien, Zürich und auch anderen größeren Städten in DE schon länger und funktionieren ganz gut.

Schönen Abend


#5

Hoi,

ich sehe das was kritisch. Den eigentlich wenn du jetzt selber BGP machen willst was natürlich kein Problem ist stelle ich mir trotzdem etwas schwieriger vor. Den es gibt kaum noch Netze bei der RIPE. Allerdings einige die für so was reserviert sind.

Das andere ist halt der Kostenfaktor: Für mich ist z.b. das Housing in Zürich was ich da jetzt gelesen habe einfach zu teuer das bekomme ich anderswo einfach viel günstiger.

Grundsätzlich ist B/W kein Problem die bekommt man in der Regel schon für kleines Geld ist nur die Frage was das Rack kostet. Ich habe meinen Server noch in BP stehen, wenn es sich Preislich aus geht wovon ich nicht ausgehen das man Pro HE inkl. Strom und 100Mbit flat an die 50 euro ran kommt.

Mal davon abgesehen wäre da noch die Haftungsfrage usw… wenn mal was sein sollte.

lg

Rolf


#6

Hallo Rolf,

so problematisch mit den IPv4s ist es nun auch wieder nicht. Wenn sich der Verein als LIR anmelden würde, bekommt er (aktuell) noch ein gesamtes /22 IPv4 PA. IPv4 PI wird von der RIPE nicht mehr vergeben. Kosten hierfür sind allerdings bei ~3.400 € initial im ersten Jahr und danach 1.400€ je Folgejahr.

Alternativ kann man natürlich auch IPv4’s mieten. Für ein /24 IPv4 beträgt der monatliche Mietpreis aktuell im Schnitt so um die 0,2 - 0,3 € pro IP, d.h. zwischen 50 und 80 € im Monat, was also nicht so das große Problem sein dürfte.

Ja Haftungsfrage ist durchaus ein Thema. Hierfür müsste man dann eben ein entsprechendes Community Agreement aufsetzen. Grundsätzlich ist es aber natürlich so, dass jeder Teilnehmer für die ihm zugeteilten IPs und den Traffic der darüber läuft, haftbar ist. Gewisse Services wie z.B. Exit-Nodes könnte man aber z.B. auch auf Vereinsbasis laufen lassen. Aber bei so Sachen würde ich generell eh zuerst mit einem spezialisierten IT-Anwalt die Lage abklären.

Lg


#7

Hoi Domenic,

ich glaube du verwechselst da was… Du zahlst für die RIPE Mitgliedschaft nicht für die IP Adressen.

IP Adressen sind nicht vermietbar laut den mir bekannten Statuten.

Du müsstest das ganze Warten Updaten etc. aber vielleicht gibt es ja einen ISP der dich Huckepack auf seinen Router nimmt. Ich denke Karten für nen Cisco Router könnt ich da noch besorgen.

lg
Rolf


#8

Das ist mir schon klar. Aber jeder (neue) LIR erhält aktuell noch ein /22 aus dem finalen /8er Block. Das sind 1.024 IPv4’s die IMHO für ein Community-Rack wohl mehr als ausreichen sollten. Natürlich zahlt man nicht für die IPs selbst, sondern für die LIR-Mitgliedschaft (Registration & Annual Fee’s). Pro Ressource zahlt man außerdem auch nochmal pauschal 50€ im Jahr (ausgenommen sind ASN’s).

Das mit dem “Mieten” ist so eine Sache. Per RIPE Policies grundsätzlich weder vorgesehen und definiert, allerdings gibt es natürlich wo Nachfrage besteht auch einen Markt. Siehe z.B. u.a. https://www.prager-it.com/services


#9

@goliath hat gestern gemeint, dass er eventuell a Domain fürs Projekt hergebn kann, wenns was sinnvolles wird.

Also für den Verien zur Förderung dezentralisierter Infrastruktur mit Rootzugang. Oder so.
http://infraroot.at


#10

Coole Sache! Domain sollte nicht das Problem sein und kann ich bei Bedarf gerne auch sponsoren. Gut wäre jemand, der direkt bei einem der regionalen ISPs (IKB, Hotze, A1, Tele2, etc.) arbeitet und daher einen guten Kontakt zwecks Verhandlung eines guten Deals für die Community hätte. Man könnte ja klein anfangen, z.B. mit einem 1/2 oder 1/4 Rack (die IKB bietet z.B. 12HE schon ab 200€ im Monat an, allerdings eben ohne Strom, Traffic, BGP, usw.). Hierzu müsste eben einen entsprechenden Pauschaltarif ausverhandeln, der neben den HEs auch eine Flat für Strom und Traffic inkludiert. Die IKB kann das mit dem Strom sicher am ehesten machen und beim Traffic könnte man sich ja auf ein Limit festlegen.

Eine BGP ASN und ein /48 IPv6 könnte ich dem Verein sponsoren, das wäre auch kein Problem. Die ASN kostet den LIR faktisch ja nichts und das IPv6 Netz nur die 50€ pro Jahr für die Ressource. Ein IPv4 /24 könnte man für ca. 50€ im Monat auch extern mieten, sollte der Provider nichts einigermaßen leistbares anbieten können. Router und Switch sollte sich sicher auch auftreiben lassen (muss ja nicht von Cisco sein - z.B. ein gebrauchter MikroTik CCR, usw.)

Zuerst müssen wir aber auf jeden Fall mal wissen, wie viel Leute an sowas Interesse haben, damit man im ersten Schritt mal bei div. ISPs anklopfen kann, um die Kosten wirklich etwas konkreter kalkulieren zu können. Dann kann man sich auch überlegen, wie man die Kosten bestmöglich aufteilen könnte. Die Schweizer verlangen aktuell z.B. 100 CHF Mitgliedsbeitrag pro Jahr, 200 CHF (einmalig) bei Bezug des Racks und dann zusätzlich 35,- CHF pro HE im Monat sowie Strom 0,35,- CHF je kWh, siehe https://communityrack.org/question/Kosten.html . Ich persönlich halte das Schweizer-Preismodell aber für schon recht teuer und da ließe sich in meinen Augen sicher auch eine wesentlich günstigere Alternative finden. Hat aber sicher auch damit zu tun, dass die Schweizer eine etwas größere Infrastruktur haben und z.B. auch selbst LIR sind, daher auch gleich mal die EUR 1.400 im Jahr an RIPE Fee’s zusätzlich anfallen. Aber das bräuchten wir ja vorerst alles nicht!

Generell sehe ich das ganze übrigens auch so, dass für einen ISPs der so ein Projekt unterstützt, ja auch positive PR bringen könnte. Das bisserl Strom und vorallem Traffic für so ein Community-Rack, sollte vorallem bei den größeren ISPs, keine überdimensionalen Kosten verursachen. In meinen Augen ist es daher durchaus realistisch, dass man All-Inkl. für HEs, AS, IPs v4/v6, Traffic was im Bereich zwischen 200-400 € im Monat finden könnte. Für die initialen Kosten wie die Anschaffung eines Routers und Switch, müsste man hald entweder Sponsoren finden oder eben zusammenlegen und gebraucht kaufen.


#11

hallo,

ad “community-rack”: klingt ja grundsaetgzlich alles ganz nett.

allerdings: wir haben 2017 und nicht mehr 1997:

  1. was ist der zweck der systeme - content?

abseits von reiner technischer spielerei … denn zum “spielen” … imho:

  1. fuer system mit vernuenftiger anbindung:

es gibt einerseits firmen wie hetzner, 1&1, ovh, … die billige root-server-systeme anbieten; andererseits gibts kleinere auch lokale provider, die selbst standorte in beinahe allen groesseren kaeffern in tirol betreiben … (wer unbedingt “seinen” server mit eigenen haenden ins rack schieben muss … :slight_smile:

  1. zum netzwerk “spielen” abseits der laengst ausgetretenen “SOHO”-pfade - bgp & co - gibts virtuelle netze a la “dn42”

in kombination mit der eh vorhandenen lokalen upc/… anbindung + VPNs sollte das als “trainingsumgebung” locker genuegen, denn auch 10 mbit waren mal ne ganz passable geschwindungkeit im WAN bereich :wink:

  1. da war doch was mit wolken…

wer gerne der “realitaet” der 10er jahre dieses jahrhunderts ins auge sehen moechte, kann sich entweder lokal zb. mit ner “openstack” installation oder bei kommerziellen anbietern a la AWS oder GCP im “spiegelfechten” mit virtualisierten representationen aller gebraeuchlichen dinge eines rechenzetrums “ueben” - “software-defined-*” - und ganz nebenbei auch kommerziell sehr brauchbares/wertvolles knowhow mit groesseren cloud-systemen + -providern aufbauen.

  1. last but not least: der “painting a bike-sched”-moment in dieser diskussion …

ihr wollt ein rack + … bei nem provider mieten, was mindestens mit mehreren 100 euro im monat zu buche schlagen wird + diskutiert ueber: die domain!? srsly? die domain?? der 1.- euro im monat wird das budget nicht mehr wesentlich belasten befuerchte ich. und der name ist bekanntermassen “schall + rauch” … also: grundsaetzlich egal, solange mensch ihn sich merken + in halbwegs endlicher zeit auf ner tastatur tippen kann.

empfehlenswert waere nur, dass diese domain auch dem verein, der das rack betreibt “gehoert” (!) - im sinne als: “domain-inhaberin” …

just my 0.02€


#12

Hi.
Interessenten gab es nicht wirklich viele, aber ich möchte trotzdem ein Angebot eingeben.
Bei den Haller Stadtwerken gibt es ein Viertelrack (10 HE) im Angebot.

Wer wäre denn interessiert an eigener gehosteter lokaler Hardware?

~ Alex ~


#13

Was sind da die eckdaten? Kosten, bandbreite etc.


#14

Die Eckdaten sind ungefähr wie folgt:

  • 10 HE Viertelrack
  • Kosten: 400-500 Euro pro Monat
  • 2*Cat6a Switchports mit 1000BaseT
  • Uplink: 100/100 Mbit/sec

Ich denke mindestens 5 Interessierte sind wünschenswert.


#15

das hieße ja dass 1 he schon mal fürn switch wegfällt, oder?


#16

Unter umständen kann man den switch hinten im rack montieren, du hast ja auf beiden seiten mounting holes. Ich denk mal nicht dass alle nur volle-länge server haben würden.


#17

Gibt es an diesem Projekt noch Interesse?
Ich möchte 2 HE-Anteile zeichnen. :slight_smile:

thal


#18

Also ich währ mit 2HE dabei.

Wär auch dafür das wir als verein 1HE nehmen und damit die parabox ablösen statt die 40€ dem Hetzner in den rachen zu werfen. @its-member


#19

Sehe aktuell nicht den Bedarf…
Außerdem müsste man die Hardware ja auch noch beschaffen.


#20

@sinic will auch 1HE also sind wir jetzt bei 5, bzw 6HE wenn da space auch eins nimmt um das projekt zu sponsorn.